Flächenheizungen – Das ideale Heizsystem für Allergiker

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Saskia Wegener

Juckende Augen, tropfende Nase oder Hautausschlag – Allergien können sich auf die unterschiedlichsten Weisen zeigen. Laut einer Forsa-Umfrage leidet jeder Dritte Deutsche an einer Allergie. Neben zahlreichen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten können Verbraucher auch bei der Gestaltung Ihrer Wohnräume bereits dafür sorgen, Heuschnupfen und Co. entgegenzuwirken. Wie Sie mit einer Flächenheizung vorsorgen können, dass zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

Hausstaubmilben, Pollen, Tierspeichel – eigentlich harmlose Substanzen sorgen bei unserem Immunsystem für eine unerwünschte Reaktion. Die Beschwerden können kaum spürbar sein, im schlimmsten Fall aber auch lebensbedrohlich werden, nämlich dann wenn betroffene Personen einen allergischen Schock erleiden. Wird ein Heuschnupfen nicht behandelt, besteht zudem auch beispielsweise die Gefahr, dass Patienten ein allergisches Asthma entwickeln (Quelle: European Centre for Allergy Research Foundation).

Allergieprobleme sind also nicht zu unterschätzen und betreffen eine große Anzahl von Menschen. Das Robert-Koch-Institut rechnet damit, dass „bei jedem vierten Kind oder Erwachsenen mindestens einmal im Leben eine Allergie diagnostiziert wird“ (Quelle: European Centre for Allergy Research Foundation). In einer Umfrage des Institutes gaben rund 28% der befragten Erwachsenen an, dass bei Ihnen in den 12 Monaten vor der Befragung eine Allergie diagnostiziert worden war. Zusätzlich entwickelt etwa die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland eine Allergiebereitschaft auf ein oder mehrere Allergene.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt?

Da es bisher nicht wissenschaftlich gesichert ist wie Allergien entstehen, können Verbraucher aus medizinischer Sicht also nur bedingt vorsorgen. Allerdings lassen sich im eigenen Umfeld durchaus präventive Maßnahmen ergreifen um auftretende Allergiesymptome zu mildern. Dazu gehört neben der Auswahl hypoallergener Materialien für die Einrichtung und Ausstattung der Wohnung auch die Entscheidung für das ideale Heizsystem mit optimalem Bodenbelag. Im Folgenden erläutern wir Ihnen, warum Sie mit der Wahl einer Flächenheizung genau richtig liegen.

Die richtige Wärme

Flächenheizsysteme unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von Heizsystemen die nur punktuell heizen. Dabei ist besonders die Art der Wärmeverteilung ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal. Während Heizkörper oder Konvektoren mit der sogenannten Konvektionswärme (Luftwalze) heizen, erwärmen Flächenheizsysteme den Raum mittels Strahlungswärme (ähnlich unserer Sonne).

Der Begriff „Konvektion“ lässt sich auch mit Wärmeströmung übersetzen. Die Wärme wird hierbei also durch eine Strömung, genauer gesagt durch eine Luftströmung, in den Raum abgegeben. Einfach erklärt erwärmen Heizkörper mit hohen Oberflächentemperaturen die im Raum vorhandene, kühlere Luft. Durch die Temperaturunterschiede entsteht eine Luftströmung, eine Luftwalze, die die Wärme verteilt. Dies bringt eine niedrige Luftfeuchte mit sich und verursacht trockene Nasen und Nasennebenhöhlen sowie hohe Luftgeschwindigkeiten mit entsprechender Staubverwirbelung.

Weniger Zirkulation, gelinderte Symptome

Da Konvektoren und Heizkörper Luftströmungen verursachen, können Staub und andere allergene Partikel im Raum zirkulieren. Das verschlimmert besonders im Winter, wenn viel geheizt wird, bereits bestehende Allergiesymptome. Da Flächenheizungen wie bereits beschrieben durch eine sanfte Strahlung die im Raum befindlichen Körper aufheizen, kommt es zu wenig bis gar keinen Verwirbelungen,  die durch die Heizung verursacht werden. Allergiker können so beruhigt aufatmen. Flächenheizungen sorgen zudem für ein gesundes Raumklima, da die gleichmäßig aufsteigende Wärme die Raumluftfeuchte besser reduzieren kann. Weniger Feuchtigkeit in Innenräumen bedeutet zudem auch geringere Überlebenschancen für beispielsweise Milben und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines mikrobiellen Befalls.

Eine Flächenheizung hingegen arbeitet mit sogenannter Strahlungswärme. Hier wird die Wärme durch langwellige Strahlung (Infrarotstrahlen) übertragen. Die Strahlen werden vom menschlichen Körper aufgenommen und von allen Umfassungsflächen wie Wände, Mobiliar als Wärmeenergie in den Raum abgegeben. Die Wärmeeinwirkung von Sonnenstrahlen funktioniert im Prinzip ähnlich. Weil die Wärme direkt auf den Körper übertragen wird,  empfindet der Mensch die Raumlufttemperatur  höher, als bei der Wärmeverteilung durch Konvektoren oder Heizkörper. Daher kann die  Rauminnentemperatur um ca. 2 °C niedriger eingestellt werden als bei Heizkörpern. Das spart nicht nur wertvolle Energie und ist somit umweltfreundlicher, auch die Heizkosten lassen sich so langfristig senken.

Übrigens funktioniert der Strahlungsaustausch bei wassergeführten Flächenheiz- und Kühlsystemen im Sommer auch umgekehrt. Wenn kaltes Wasser durch die Rohre des Boden- oder Wandsystems zirkuliert, werden die darüber befindlichen Flächen gekühlt und den Umfassungsflächen und dem Mobiliar (Einbauten) im jeweiligen Raum wird die Wärme entzogen. Zwar lassen Räumlichkeiten so nur um einige Grad Celsius herunterkühlen, die Kühlung ist dafür aber zum einen geräuschlos und wird als sogenannte passive Kühlung oder Grundkühlung als sehr angenehm empfunden.

Flächenheizungen und Fliesen – ein perfektes Paar

Neben der Flächenheizung ist auch die Wahl des passenden Bodenbelags für Allergiker zu bedenken. Fliesen eignen sich hier hervorragend als Bodenbelag, da sie selbst keine Allergie auslösen können und der perfekte Wärmeleiter sind. Sie sind frei von Schadstoffen und sind bedingt durch das Herstellungsverfahren frei von chemischen Ausdünstungen. Durch die verdichtete Oberfläche haben Pollen, Milben und andere Substanzen keine Chance sich festzusetzen. Nährböden für Schimmel werden bei regelmäßiger Reinigung ebenfalls vermieden. Apropos Reinigung: Für Fliesen benötigen Sie in der Regel keine teuren oder aggressiven Reinigungsmittel, die Ihre Gesundheit zusätzlich belasten könnten. Alle Vorteile der Fliese als gesunder Bodenbelag finden Sie auch in unserem Artikel zum Thema.

Fazit

Ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter Allergien, gut die Hälfte entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Allergiebereitschaft. Mit der Wahl einer Flächenheizung können Verbraucher bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass eventuell auftretende oder bereits bestehende Allergiesymptome gemildert werden können. Durch die sanfte Strahlungswärme der Flächenheizung kommt es zu einer sehr reduzierten Luftzirkulation. Somit können auch Allergene nur noch schwer in der Raumluft aufgewirbelt werden. Eine geringere Luftzirkulation führt zu weniger belasteten Atemwegen. Mit Fliesen als idealem Bodenbelag für die Flächenheizung können Allergiker sich in ihrem Heim zusätzlich wohlfühlen und leichter aufatmen.

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