Eine Fußbodenheizung selbst verlegen? Na klar! – Ein Erfahrungsbericht von Verena Zabel

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Gastbeitrag

Verena Zabel lebt mit ihrem Verlobten Denis und der gemeinsamen Tochter Elena im schönen Land Brandenburg, südwestlich von Berlin. Die kleine Familie hat ihr Einfamilienhaus von oben bis unten selbst kernsaniert. Mit ihrem Instagram-Account @_interior.and.home_ dokumentierte die Bloggerin zunächst für sich selbst und für Freunde und Bekannte alles rund um die Sanierung und den Umbau des Eigenheimes. Für das MEHRWERTMAGAZIN schreibt Verena Zabel über eine ganz besondere Herausforderung während der Sanierung und über die überraschende Lösung.

Im Oktober 2015 kauften wir unsere Doppelhaushälfte. Nach der Schlüsselübergabe im Dezember desselben Jahres konnte uns dann nichts mehr halten – alle Ärmel wurden hochgekrempelt und die Sanierung konnte losgehen. Innerhalb von knapp zwei Jahren haben wir unser Haus fast vollständig in Eigenleistung saniert und konnten im November 2017 in unser neues Zuhause einziehen.  Goldener Stern

Dabei blieb gefühlt kein Stein auf dem anderen, wie es sprichwörtlich so schön heißt. Durch unsere Eigenleistung hat die Sanierung natürlich deutlich länger gedauert, aber wir haben durch die intensive und umfangreiche Arbeit auch einen ganz besonderen Bezug zu unserem Haus. Im Zuge der Sanierung hat unser Haus unter anderem einen neuen Anbau und deshalb auch teilweise einen neuen Dachstuhl erhalten. Die Chance haben wir natürlich direkt für eine Neueindeckung und die Dämmung der Dachfläche genutzt. Außerdem wurden neuen Fenster und Türen eingebaut und der gesamte Putz in den Innenräumen wurde erneuert. Da mit den alten Wandverkleidungen auch alle Bodenbeläge weichen durften, sah unser Haus besonders am Anfang so aus, als würde es für Jahre unbewohnbar sein.

 

Eine heiße Herausforderung

Das änderte sich dann jedoch schnell, als der Innenausbau losging und endlich neues Material einziehen durfte. Mithilfe eines Statikers wurde die Raumaufteilung an unsere Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst. Unter anderem gingen wir dabei unsere Badplanung an. Im Erdgeschoss hatten wir ein kleines Bad im Bestand. Mit gerade einmal knapp vier Quadratmeter Fläche war natürlich schnell klar, dass es zum Wohle des Familienlebens nicht dabei bleiben würde. Der Standort war gut, aber wir konnten nicht mehr Fläche herausholen. Für ein großes Familienbad mussten wir also im Obergeschoss einen Platz finden. Goldener Stern

So weit, so gut. Während der Sanierung war auch die Heizungsanlage erneuert und auf Erdgas umgerüstet worden. Daher stand für das kleine Bad im Erdgeschoss schnell fest, dass wir eine Fußbodenheizung im klassischen Zementfließestrich installieren wollten. Nachdem wir zügig auch im Obergeschoss einen Platz für das Bad gefunden hatten, ging es auch hier an die detaillierte Planung. Da die Decke zwischen Erd- und Obergeschoss eine Holzbalkendecke ist, war eine Fließestrich-Lösung hier nicht ohne weiteres möglich. Günstig, aber höchstes Flächengewicht bei größter Einbauhöhe. Die Räume im Obergeschoss sind zudem nicht hoch genug, dass wir hier auf viele Zentimeter hätten verzichten können. Und das große Bad ohne Fußbodenheizung planen und bauen? Bei all dem Aufwand den wir bei der Sanierung betrieben hatten, wollten wir uns diesen Komfort dann doch gönnen.

Überraschende Hilfe vom Fliesenprofi

So begann unsere Suche nach einer Trockenbaulösung, die wir selbst installieren konnten und die möglichst wenig Gewicht auf die Waage brachte. Dass bei einer Sanierung in Eigenleistung nicht nur der Spaß am Aus- und Neubau, sondern auch das Budget eine nicht unbedeutende Rolle spielt, versteht sich ja eigentlich von selbst. Unsere Prioritäten standen somit also fest.

Hilfe bekamen wir dann unerwartet im Fliesenfachhandel. Unser Berater, den wir bereits persönlich kannten, befragte uns zunächst nach unseren Vorlieben in Bezug auf die Wahl unserer neuen Fliesen. Unser Gespräch kam dann auf unsere geplante Heizung für das Badezimmer, denn Fliesen können ja beispielsweise besonders nach dem Duschen auch als unangenehm kühl empfunden werden. Unser Berater empfahl uns direkt das Heiz- und Kühlsystem BLANKE PERMATOP. Davon hatten wir bis dahin noch nie etwas gehört. Für ihn lagen die Vorteile direkt klar auf der Hand: ein einfach zu verarbeitendes, dünnschichtiges und somit leichtes System, das schnell reagiert. Unser Berater bat uns unverbindlich um einen Grundriss des Bades, damit er uns ein erstes Angebot zum Vergleich erstellen konnte.

Im Laufe des Gespräches erfuhren wir zudem, dass Freunde von uns bei der Sanierung ihres Hauses dasselbe System verbaut hatten. Wir nutzten die Gelegenheit eines kühleren Tages, um uns vor Ort selbst ein Bild zu machen und uns von den Erfahrungen unserer Freunde berichten zu lassen. Ein Angebot vom Fliesenfachhandel hatten wir derweil auch schon bekommen. Im Verhältnis zu unserer Heizlösung im Erdgeschoss war das Blanke System zwar etwas teurer, aber die Funktionalität und die Leichtigkeit hatten uns nach dem Besuch bei unseren Freunden bereits überzeugt.

Eine Fußbodenheizung selbst verlegen? Na klar!

Nun ging es also an die Umsetzung. Unser Bad hat eine L-Form und anhand unseres Grundrisses wurde das Systems dann passgenau für uns bestellt. Die Heizelemente für unser 18 Quadratmeter großes Badezimmer wurden in zugeschnittenen Verlegeplatten geliefert, so dass nur noch minimale Schneidearbeiten notwendig waren. Für mich war es ein großer Vorteil, dass wir vorher bereits ein Element mit nach Hause nehmen durften, so konnte ich mich mit dem Aufbau des Systems auseinandersetzen und es verstehen lernen. Auf die integrierte Dämmplatte ist vollflächig ein Wärmeleitbereich aus Aluminium mit Aussparungen aufgebracht. Die vorgefertigten Platten wurden so geliefert und mussten von uns dann nur noch auf dem Boden verlegt werden.       

Mithilfe des Verlegeplans ließen sich die geraden Elemente und die Umlenkelemente auch von uns Laien problemlos verlegen, für mich war es im Grunde wie ein großes Puzzle. Der Untergrund sollte sauber, ausreichend tragfähig und fest sein, gegebenenfalls ist eine Grundierung erforderlich.*
Da wir im Bad OSB-Platten als Untergrund verlegt hatten, haben wir keine Grundierung benötigt. Vor dem Verlegen der Platten muss noch der Randdämmstreifen angebracht werden. Zur Befestigung der Elemente wird dann nach und nach Fliesenkleber auf dem Untergrund aufgetragen. Die Platten werden kurz angedrückt, dann heißt es ein bisschen warten um den Kleber ein wenig aushärten zu lassen und dann kann das Rohr verlegt werden.

Auch das war wirklich einfach: Wir mussten das Metallverbundrohr mit dem mitgelieferten Eindrückholz in die Aussparungen drücken. Die Rohre führen natürlich das Wasser der Heizung, aber durch das Wärmeleitblech, das die gesamte Oberfläche bedeckt, wird die Wärme aus den Rohren schnell und gleichmäßig verteilt. Die Wärme ist tatsächlich schon nach wenigen Minuten spürbar, hier wurde uns absolut nicht zu viel versprochen. Ich betone das hier insbesondere nochmal, weil die reguläre Fußbodenheizung im Erdgeschoss durch die Dicke des darüber liegenden Estrichs deutlich langsamer reagiert. Wenn ich oben im Bad schon warme Füße habe, dann fällt mir im Erdgeschoss noch gar nicht bewusst auf, dass die Heizung schon läuft.

Zum Abschluss haben wir den Kleber BLANKE GLUEMAX auf die Fläche aufgetragen, die verbliebenen Vertiefungen aufgefüllt und die Entkoppelungsmatte BLANKE PERMAT verlegt. Dabei haben wir auf den richtigen Versatz geachtet und natürlich darauf, dass die schöne blaue Seite nach oben zeigt und dann waren wir auch schon fertig. Die gesamte Verlegung der Fußbodenheizung war an einem Samstag erledigt, nach weiteren 12 Stunden Wartezeit hätten wir dann direkt die Bodenfliesen verlegen können. Mit einem normalen Zementestrich hätten wir auch hier eine Trocknungsphase von vier Wochen gehabt, das ist komplett entfallen und hat natürlich jede Menge Zeit gespart. Goldener Stern

Fazit

Wir sind uns sicher, dass wir mit der BLANKE PERMATOP die für uns absolut richtige Wahl getroffen haben. Mich haben vor allem die niedrige Aufbauhöhe von nur 35 Millimetern und die Tatsache, dass der Fliesenboden durch die Verlegeplatten direkt trittschallgedämpft ist, überzeugt. Zudem ist die schnell spürbare Wärme natürlich auch unschlagbar.
Das System war leicht zu verarbeiten und wir mussten uns auf keine langen Bauzeiten einstellen, denn es ist wirklich schnell machbar – besonders bei Sanierungen in Eigenleistung, bei denen man immer wieder unschöne Überraschungen erlebt (und da spreche ich leider auch aus Erfahrung) ist das Gold wert. Schlussendlich war es dann durch die Entkoppelungsmatte auch bei unserer Holzbalkendecke möglich großformatige Bodenfliesen zu verlegen. Durch das arbeitende Holz können normalerweise unschöne Risse entstehen, aber die Gefahr haben wir damit ausgeschlossen.

Wir würden uns jederzeit wieder für dieses System entscheiden und können es auf jeden Fall weiterempfehlen.

*Anm. d. Redaktion: Bitte beachten Sie die Verlegeanleitung.

Über die Autorin

Was zunächst als Sanierungstagebuch startete, hat sich mittlerweile zu einem Lifestyle-Blog entwickelt. Über ihren Instagram-Kanal @_interior.and.home_ teilt Verena Zabel Bilder zu den Themen Sanierung, Interior und Grundstücksgestaltung sowie zum Alltagsleben ihrer Familie. Natürlich tauscht sie sich dort auch mit anderen Bauherren und –herrinen aus – dafür betreibt sie mit zwei weiteren Bloggerinnen zusätzlich auch den Kanal @baublogger.

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