Badezimmer richtig abdichten - so gelingt es normgerecht bis ins Detail

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Jürgen Pietsch

Mit der DIN 18534 wurde bereits im Jahr 2017 ein neues Regelwerk für die Abdichtung von Innenräumen mit Sanitäreinrichtungen veröffentlicht. Im kostenlosen Onlinevortrag unseres Experten Jürgen Pietsch haben wir die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst. Die wichtigsten Anforderungen der neuen Norm finden Sie außerdem in unserem für Sie erstellten E-Book. In diesem Artikel gehen wir jedoch näher auf zwei Detailsituationen und die passenden Lösungen ein.

Abdichtung ist nicht gleich Abdichtung. Um normgerechte Abdichtungen zu garantieren, ist es oft notwendig auch viele Detailsituationen zu berücksichtigen. Eine dieser Detailsituationen wird sowohl im ZDB-Merkblatt, als auch unter Punkt 8.5.5 der neuen DIN 18534, „Anordnung der Abdichtungsschicht im Bereich von Türen und Zugängen“ besprochen. Hier heißt es:

Im Bereich von Türen und Zugängen ist die Abdichtungsschicht auch in den Leibungen hochzuführen. Vorhandene Türzargen sind mit der Abdichtungsschicht zu hinterfahren. Der Einbau der Zargen sollte deshalb erst nach Ausführung der Abdichtungsschicht erfolgen. Alternativ ist der Einbau von Türzargen mit Abdichtungsanschluss möglich.

Bei der Planung der Abdichtung im Bereich von Türen und Zugängen zu wasserbeanspruchten Innenräumen sind zu berücksichtigen:

  • die Lage des Duschbereiches bzw. der Bodenabläufe und Entwässerungsrinnen

  • die Höhenlage der wasserführenden Ebenen und die Gefällegebung sowie

  • die Möglichkeit des Wasserübertritts auf angrenzenden Räume.

Ist ein Oberflächengefälle geplant, muss es vom Türbereich weg zum Ablauf hin gerichtet sein. Türen und Zugänge sollten gegen das Einwirken von Spritz- und Brauchwasser geschützt werden. Bodengleiche Duschflächen oder ähnlich beanspruchte Flächen sollten z.B. nicht ohne geeignete Schutzmaßnahmen unmittelbar neben Türen und Zugänge angeordnet werden (…).

Wasserübertritt auf nicht abgedichtete angrenzende Bodenflächen ist zu vermeiden. Je nach Wassereinwirkung sind in (Tür-) Zugängen Schwellenabschlüsse mit Niveauunterschied von mindestens 1 cm, z.B. Schrägflächen zu planen.

Was bedeutet das nun konkret?

Detailsituationen im Blick haben

Konkret bedeuteten diese Vorgaben also, dass die beteiligten Gewerke dafür Sorge tragen müssen, dass Spritz- und Brauchwasser keinesfalls in nicht abgedichtete, angrenzende Innenräume sowie nicht abgedichtete angrenzende Bodenflächen gelangen kann. Dabei geht es nicht nur um direkte Feuchtigkeitseinwirkung zu verhindern, sondern auch darum, kapillar geführtes Wasser am Eindringen in nicht abgedichtete Bereiche zu hindern. Durch die Oberflächenspannung des Wassers und die Grenzflächenspannung zwischen Wasser und fester Oberfläche entsteht der Kapillareffekt. Beispielhaft kann man für die im Bereich der Abdichtung auftretende Situation ein Blatt Löschpapier nennen, auf das ein Tropfen Flüssigkeit trifft. Der Eintrittspunkt der Feuchtigkeit muss also nicht zwangsläufig auch der Punkt sein, an dem die Feuchtigkeit austritt. Ähnlich verhält es sich auf der Ebene des Fliesenklebers und der Oberfläche der Abdichtung:

Kapillar geführtes Wasser auf der Abdichtungsebene
Kapillar geführtes Wasser kann auf der Abdichtungsebene wandern. BLANKE DISK KS bildet hier eine Barriere und verhindert das Übergreifen des Wassers auf angrenzende Bereiche.

 

Hier kann einmal eingedrungenes Wasser durch die Kapillarwirkung also in nicht abgedichtete Flächen gelangen. Übrigens ist es kaum zu vermeiden, dass Feuchtigkeit sich in Hohlräumen, wie sie es beispielsweise zwischen Wänden und Böden gibt zu vermeiden. Umso wichtiger also, die Feuchtigkeit an ihrer Wanderung zu hindern.

Kapillarbrechende Detaillösungen

Um das Eintragen des Wassers in angrenzende Flächen zu verhindern, werden demnach kapillarbrechende Detaillösungen benötigt. Hier setzen die Erweiterungen des BLANKE DISK Systems an. Das selbstklebende Abdichtungssystem BLANKE DISK kann bereits seit dem Jahr 2016 überzeugen. Und während zuvor stets eine individuelle Lösung für die genannten Detailsituationen gefunden werden musste, wird dem kapillar geführten Wasser mit den beiden Neuheiten BLANKE DISK KS und BLANKE DISK SB nun auch im DISK System etwas entgegengesetzt. Die beiden Systembestandteile finden an unterschiedlichen Einsatzorten Verwendung.

BLANKE DISK KS – das Kapillarschutzband  im DISK System

Das Kapillarschutzband BLANKE DISK KS besteht, wie auch die anderen Komponenten im DISK-System, aus einem Polyolefinschaum. Das Band unterbricht die Kleberschicht und ist vliesfrei, so dass der Kapillartransport unterbunden wird. Der 10 mm hohe Steg des Bandes bildet direkt im Fugenraum eine Barriere. Das Kapillarschutzband findet unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten

Beispiel 1: Übergang zwischen verschiedenen Bereichen im Bad

Verschiedene Bereich im Badezimmer, beispielsweise zwischen einem bodengleichen Duschplatz und dem daran angrenzenden Bereich, lassen sich mit Hilfe des BLANKE DISK KS voneinander abgrenzen. Insbesondere in Situationen, in denen verschiedene Oberbeläge für den Badezimmerboden gewählt wurden, bietet sich der Einsatz von BLANKE DISK KS an.*

BLANKE DISK KS - Kapillarschutzband im Einsatz am Übergang zwischen Duschplatz und angrenzendem Bereich

Beispiel 2: Übergänge zwischen Räumen ohne Abschlussprofil

Schwellenabschlüsse werden laut Empfehlung mit Abschlussprofilen, die mindestens einen Zentimeter Niveauunterschied bieten, ausgeführt. Wird zwischen einem Innenraum mit Wassereinwirkung und einem angrenzenden Innenraum ein Übergang ohne Profil gewünscht, lässt sich hier mit dem BLANKE DISK KS ebenfalls eine wirksame Barriere zur Verhinderung von Feuchteschäden setzen.*

BLANKE DISK KS - Übergang zwischen Räumen ohne Abschlussprofil

 

BLANKE DISK SB – das Schwellenband im DISK System

Für Übergänge bei denen ein Abschlussprofil zum Einsatz kommen soll, bietet das BLANKE DISK SB die passende Detaillösung in der Verbundabdichtung. Das Band bildet eine Tasche, in die das jeweilige Profil eingesetzt wird. So kann auch hier ein Kapillartransport unterbunden werden. Wie auch beim BLANKE DISK KS, ist durch das BLANKE DISK SB die Anbindung an die DISK-Abdichtung gegeben. Das Profil wird somit komplett in die Abdichtungsschicht eingebunden.*

Mit dem BLANKE DISK SB wird das Abschlussprofil in einer Tasche eingefasst

 

Abschlussprofile können selbstverständlich auch verwendet werden um verschiedene Bereiche eines Raumes voneinander abzugrenzen.

Das BLANKE DISK SB kann auch im Raum verwendet werden

 

Sicherheit bis ins Detail

Mit den neuen Detaillösungen BLANKE DISK KS und BLANKE DISK SB können die Anforderungen der DIN 18534 und des ZDB-Merkblatts ab sofort schnell und einfach umgesetzt werden. Als Komponente im Abdichtungs-System BLANKE DISK ist der Anschluss an die Verbundabdichtung problemlos möglich. Feuchteschäden durch kapillar geführtes Wasser kann so nachhaltig vorgebeugt werden.

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